Liveticker zur Wahl in Sachsen-Anhalt: Erdrutschsieg für die AfD – CDU halbiert sich

6.09.2026 21:37 Uhr
21:37 Uhr
Aktuelle Hochrechnungen
In der aktuellen Hochrechnungen der ARD von Infratest dimap sackt die CDU weiter ab, während das BSW leicht zulegen konnte. Demnach kommen die Parteien auf folgende Stimmanteile:
AfD: 44,2 Prozent (+23,4)
CDU: 18,0 Prozent (-19,1)
Die Linke: 9,0 Prozent (-2,0)
SPD: 9,0 Prozent (+0,6)
Die Grünen: 8,6 Prozent (+2,7)
FDP: 2,3 Prozent (-4,1)
BSW: 5,1 Prozent (+5,1)In der aktuellen Hochrechnung des ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) kommt das BSW erstmals auf die nötigen Stimmen zum Einzug in den Landtag. Die CDU fällt dagegen auf unter 18 Prozent:
AfD: 44,0 Prozent (+23,2)
CDU: 17,5 Prozent (-19,6)
Die Linke: 9,0 Prozent (-2,0)
SPD: 9,0 Prozent (+0,6)
Die Grünen: 9,0 Prozent (+3,1)
FDP: 2,5 Prozent (-3,9)
BSW: 5,0 Prozent (+5,0)21:24 Uhr
Siegmund hofft offenbar auf CDU-Überläufer

Urheberrechtlich geschützt AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat im MDR nochmals bekräftigt, dass er eine Minderheitsregierung seiner Partei ausschließt. Er könne sich aber eine Zusammenarbeit vorstellen, sollte es eine demokratische Kraft oder "einzelne Abgeordnete" geben, mit denen man "die grundsätzliche Problemlage im Land lösen" könne. Aktuell sehe er noch keine Überläufer, sagte Siegmund. Aber er wisse nicht, was in den kommenden Tagen passiere, welche Auswirkungen das Ergebnis auch im politischen Berlin haben werde.
Der AfD-Politiker spekuliert offenbar auf Abtrünnige innerhalb der CDU-Fraktion, die ihm die Stimme bei der Ministerpräsidentenwahl geben könnten, oder auf ein Ende der Brandmauer bei der CDU in Sachsen-Anhalt nach einem Rücktritt von Sven Schulze. "Vielleicht gibt es ja eine Partei, die vor 20, 30 Jahren einen ähnlichen Kurs hatte, die aber zu einer Kopie der Linken und Grünen geworden ist, und die mal zu sich selbst zurückfindet", sagte Siegmund, ohne wie wahrscheinlich von ihm gemeinte CDU beim Namen zu nennen.
20:57 Uhr
Chancen für das BSW auf Einzug in den Landtag steigen
In der neuesten Hochrechnung bei der ARD wird das BSW erstmals mit 5,1 Prozent angeführt, zuvor waren es stets glatte fünf Prozent gewesen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass das BSW im Landtag ist, wächst", kommentierte ARD-Moderator Jörg Schönenborn die Entwicklung.
Bei 5,0 Prozent hätte die Wahrscheinlichkeit für den Parlamentseinzug der Partei noch bei 50/50 gelegen, bei 5,1 Prozent lägen die Chancen nun bei 70 zu 30 Prozent, so Schönenborn mit Verweis auf die Datenexperten des Fernsehsenders. Denn für die Veränderung gebe es nach der Auszählung erster Stimmbezirke auch eine breitere Datenbasis. Allerdings schränkt der Moderator direkt ein: "Eine Sicherheit ist das noch nicht."
In den Hochrechnungen des ZDF liegt das BSW dagegen weiterhin bei 4,8 Prozent und wäre damit nicht im Landtag vertreten.
20:54 Uhr
Nach schlechtem CDU-Ergebnis: Schulze deutet seinen Rückzug an
CDU-Ministerpräsident Sven Schulze deutet nach dem schlechten Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt seinen Rückzug an. In der ARD sagte er, er bekomme zwar Rückhalt aus der Partei, aber: "Am Ende nützt es ja nichts." Das Ergebnis schmerze ihn persönlich, die Wähler hätten der CDU ein "klares Zeichen" gegeben.
Zuvor hatte die Junge Union einen personellen Neuanfang und den Rücktritt der gesamten CDU-Landesführung gefordert. Am Montag berät der CDU-Landesvorstand über Schulzes politische Zukunft.
20:49 Uhr
AfD punktet vor allem bei Arbeitern
Die AfD hat besonders stark bei den Arbeitern abgeschnitten. Dort kommt die Partei auf 61 Prozent der Stimmen und liegt mit weitem Abstand vor allen anderen Parteien. An zweiter Stelle kommt die CDU mit 10 Prozent, gefolgt von Die Linke mit 7 Prozent. An vierter Stelle bei den Arbeitern kommt das BSW (6 Prozent).
Die einst stolze Arbeiterpartei SPD spielt unter Arbeitern kaum noch eine Rolle und kommt nur noch – ebenfalls wie die Grünen – auf 5 Prozentpunkte.
SACHSEN-ANHALT: Wahlverhalten nach Tätigkeit — Hochrechnung Infratest dimap/ARD, 20:00 Uhr
— Deutschland Wählt (@Wahlen_DE) September 6, 2026
CDU | AfD | LINKE | SPD | FDP | GRÜNE | BSW | Sonstige
Rentner: 27% | 38% | 10% | 11% | 2% | 5% | 6% | 1%
Arbeiter: 10% | 61% | 7% | 6% | 2% | 5% | 6% | 3%
Angestellte: 13% | 46% | 9% |… pic.twitter.com/Gh4ka67HuL20:26 Uhr
LIVE aus Magdeburg: Wahlparty der AfD
20:22 Uhr
Reichinnek: Ball liegt jetzt bei der CDU

Urheberrechtlich geschützt Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek hat sich offen für Gespräche mit der CDU in Sachsen-Anhalt gezeigt - unter bestimmten Bedingungen. "Wir haben immer gesagt, dass wir bereit sind, mit den demokratischen Kräften zu reden", sagte Reichinnek im ZDF. Der Ball liege nun bei der Union, diese müsse "entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte sie steht" und ob sie ihren Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken aufrechterhalten oder mit ihr kooperieren wird, um dadurch die Brandmauer zur AfD zu erhalten.
"Wir werden uns nicht billig verkaufen oder Politik stützen, die AfD light ist", sagte Reichinnek in Bezug auf eine mögliche Tolerierung einer CDU-geführten Landesregierung. Die Linke werde eine mögliche Zusammenarbeit "gemeinsam diskutieren".
Allerdings dürfte Die Linke laut aktuellen Hochrechnungen nicht das berühmte Zünglein an der Waage sein, da selbst CDU, SPD, Grüne und Die Linke zusammen nicht auf die nötige Mehrheit im Parlament kommen. Nach derzeitigem Stand kämen sie zusammen auf 40 Sitze (die AfD auf 39), womit sie die nötige Mehrheit um zwei Sitze verfehlen.
20:14 Uhr
Trotz Wahlniederlage: Grüne geben sich kämpferisch
Die Grünen feiern auf ihrer Wahlparty in Magdeburg. Die Spitzenkandidatin Sziborra-Seidlitz nutzte ihre Rede direkt für eine Kampfansage:
"Wir werden dem nächsten Landtag von Sachsen-Anhalt angehören und wir werden denen das Leben zur Hölle machen."
Das gelte unabhängig vom abschließenden Wahlergebnis der AfD.
Als sie auf die Bühne im Innenhof der Festung Mark zulief, skandierten die Besucher ihren Spitznamen "Suse". Das berichtet die FAZ. "Wir waren die Stimme, die den Menschen Mut gemacht hat", sagte Sziborra-Seidlitz. "Wir sind fröhlich, wir sind optimistisch, wir sind zuversichtlich", fügte sie hinzu.
19:55 Uhr
Amira Mohamed Ali wirbt für "überparteilichen Ministerpräsidenten"

Urheberrechtlich geschützt Wie BSW-Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali der Nachrichtenagentur dpa sagte, will das BSW weder AfD-Kandidat Ulrich Siegmund noch CDU-Kandidat Sven Schulze zu einer Mehrheit als Ministerpräsident verhelfen. "Wir werden genau das tun nach der Wahl, was wir vor der Wahl angekündigt haben. Wir werden weder Herrn Schulze noch Herrn Siegmund wählen", sagte sie auf der Wahlparty ihrer Partei in Magdeburg.
Das BSW biete angesichts der Polarisierung im Land einen "dritten Weg" an. "Wir müssen raus aus diesen Schützengräben, raus aus diesen Grabenkämpfen, und deswegen sagen wir, es ist Zeit für ein neues Modell, einen Ministerpräsidenten oder eine Ministerpräsidentin, die anerkannt ist überparteilich und die mit wechselnden Mehrheiten unter Einbindung des ganzen Parlaments regiert", sagte Mohamed Ali. Damit könne Politik in der Sache gemacht werden, "was dann auch perspektivisch Gräben wieder schließen kann".
19:52 Uhr
CDU-Ministerpräsident Günther: "Erschütternder Moment für unser Land"
Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsident Daniel Günther bezeichnet das Ergebnis in Sachsen-Anhalt als "erschütternden Moment für unser Land". Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs liege eine Partei, deren Landesverband als gesichert rechtsextremistisch eingestuft sei, nahe an der absoluten Mehrheit.
Auch das Abschneiden der CDU sei von "dramatischen Verlusten" geprägt. Das Ergebnis verlange von allen demokratischen Parteien eine "grundlegende und schonungslose Auseinandersetzung" mit der Frage, warum ihnen so viel Misstrauen entgegengebracht werde – und was sich ändern müsse, um Vertrauen zurückzugewinnen. "Kleine Korrekturen werden dafür nicht ausreichen", so Günther.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.


