Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: USA sollten Dieselabkommen mit Ukraine schließen

12.10.2026 20:22 Uhr
20:22 Uhr
Belgorod: Ein Toter und vier Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen
Bei Angriffen der Ukraine auf sieben Gemeinden im Gebiet Belgorod ist ein Zivilist getötet worden, vier weitere Menschen wurden verletzt. Dies teilte die regionale Einsatzzentrale mit.
Der getötete Mann erlitt demnach schwere Verletzungen, als eine ukrainische Drohne einen Lastwagen nahe dem Dorf Krutoi Log angriff, hieß es in einer Mitteilung der Einsatzzentrale auf der Plattform Max.
19:53 Uhr
Kirowograd: Bewaffneter wirft Granaten auf Polizisten und eröffnet Feuer
Im Zentrum der ukrainischen Stadt Kirowograd hat ein mit einem Gewehr und Granaten bewaffneter Mann Schüsse abgegeben. Laut dem ukrainischen Fernsehsender TSN waren mindestens sechs Explosionen zu hören.
Nach Angaben des Senders Suspilne warf der Mann während eines Gesprächs mit Polizisten Granaten in Richtung der Beamten und begann anschließend zu schießen.
Die Polizei habe Maßnahmen zu seiner Festnahme eingeleitet. Zudem sei die Sonderoperation "Grom" ausgerufen worden, an der alle erforderlichen Einheiten beteiligt seien. Dies teilte die Sprecherin der Polizei des Gebiets Kirowograd, Oksana Kowtunenko, mit.
19:35 Uhr
Polens Verteidigungsminister fordert schnellere Aufrüstung der NATO
Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat die NATO-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, ihre Militärausgaben schneller zu erhöhen. Europa müsse das Ziel erreichen, bis 2030 fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aufzuwenden, sagte er laut RIA Nowosti.
Auf dem NATO-Gipfel in Den Haag hatten sich die Mitgliedstaaten 2025 darauf verständigt, ihre Verteidigungsausgaben bis 2035 auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen. "Meiner Ansicht nach können wir nicht bis 2035 warten, damit Europa stark wird. Wir müssen dieses Ziel bis 2030 erreichen", erklärte Kosiniak-Kamysz.
Polen investiere mehr und schneller in die Verteidigung als jedes andere Land Europas, betonte der Minister. Dabei gehe es nicht nur um militärische Fähigkeiten, sondern auch um die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft und der Rüstungsindustrie.
Zudem sprach sich Kosiniak-Kamysz dafür aus, Waffen in Europa herzustellen. Eine Verlagerung der Produktion nach Asien, China oder Indien bringe keine Einsparungen, sondern verursache höhere Kosten und schwäche die Unabhängigkeit Europas.
Die Forderung nach einer schnelleren Aufrüstung fällt in eine Phase verstärkter Warnungen vor möglichen militärischen Bedrohungen. Der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Giuseppe Cavo Dragone, hatte zuvor erklärt, das Bündnis sei auf einen möglichen bewaffneten Konflikt an seiner Ostflanke vorbereitet. Erst am Montag hatte Polen die NATO zudem dazu aufgerufen, sich auf einen möglichen "hybriden Angriff" Russlands vorzubereiten.
19:09 Uhr
Patriotische Demo in Jarosław: "Polen ist wie eine Drehtür für Banderisten"

In der polnischen Stadt Jarosław haben sich Hunderte Demonstranten versammelt, um strengere Einreisekontrollen zu fordern. Dabei haben sie auch die ukrainische Huldigung des ukrainischen Faschisten Stepan Bandera verurteilt. Anlass war die Ermordung eines örtlichen Priesters durch einen ukrainischen Staatsangehörigen am 24. September.
Die Veranstaltung wurde von der rechtskonservativ-patriotischen Partei "Ruch Narodowy" (zu Deutsch: Nationale Bewegung) organisiert. Ein Mitglied und Aktivist dieser Partei, Marcin Kowalski, erklärte vor Ort:
"Wir haben im Prinzip ein Land mit einer Drehtür, durch die praktisch jeder einreisen kann."Der ukrainische Täter versuchte, vier weitere Menschen zu töten, und verletzte dabei einige von ihnen schwer. Die polnische Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der ukrainische Messerstecher möglicherweise psychisch krank ist. Dadurch kämen strafmildernde Umstände infrage. Auf der Demo war laut und deutlich zu hören:
"Wir hier in Polen wollen Bandera nicht!"
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.18:48 Uhr
Russische Streitkräfte greifen zwei Frachtschiffe und ein Logistikzentrum an
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte zwei Frachtschiffe mit Militärgütern sowie ein Logistikzentrum des ukrainischen Paketdienstes Nowa Poschta im Gebiet Nikolajew angegriffen.
Die beiden Frachtschiffe waren demnach auf dem Seeweg zu den Häfen Nikolajew und Odessa unterwegs. Das Schiff, das nach Nikolajew unterwegs war, habe Militärgüter transportiert, das für Odessa bestimmte Schiff militärische Güter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, so das russische Verteidigungsministerium.
Zudem sei am Montag ein Logistikzentrum von Nowa Poschta im Ort Ternowka im Gebiet Nikolajew getroffen worden. Die Einrichtung wurde demnach zur Lagerung von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck genutzt, die zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt waren.
18:18 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken – Ein Toter und zehn Verletzte
Bei ukrainischen Angriffen auf das Gebiet Belgorod ist ein Zivilist getötet worden. Neun weitere Menschen wurden verletzt. Zudem erlitt ein Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Wohnhaus nahe Melitopol im Gebiet Saporoschje leichte Verletzungen. Dies berichten die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die regionale Einsatzzentrale und Gouverneur Jewgeni Balizki.
Im Dorf Kupino im Kreis Schebekino griff eine ukrainische Drohne ein Auto an. Dabei kam ein Zivilist ums Leben, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Eine Frau erlitt Splitterverletzungen an Augen, Armen und Beinen, ein Mann an Armen und Beinen. Beide werden im Gebietskrankenhaus Belgorod untersucht.
Weitere Verletzte gab es in Schebekino und Rakitino. In Schebekino erlitt ein Mann durch die Zerstörung einer Drohne eine Prellung oberhalb des Schlüsselbeins. Er wird ambulant behandelt. In Rakitino erlitten sechs Zivilisten durch die Detonation einer Drohne ein Knalltrauma. Auch sie werden ambulant behandelt.
17:46 Uhr
Kiew: Student soll Anschlag auf Bus mit ukrainischen Soldaten geplant haben
Ein Student aus Kiew soll versucht haben, einen Bus mit ukrainischen Soldaten in der Stadt Rowno in die Luft zu sprengen. Dies teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit.
Nach Angaben des Geheimdienstes wurde der Student am Busbahnhof in Rowno festgenommen. Er habe eine ganze Einheit der ukrainischen Streitkräfte sprengen wollen, als diese zu ihrem dauerhaften Stationierungsort aufbrechen sollte.
Dazu habe er eine selbstgebaute Bombe unter dem Bus platziert, in dem die Soldaten transportiert wurden. Auf dem gegenüberliegenden Parkplatz habe er zudem eine getarnte Überwachungskamera mit Fernzugriff installiert, die in einer Saftverpackung versteckt gewesen sei, hieß es in einer Mitteilung des SBU auf Telegram.
Der Sprengsatz sei mit zwei Glasflaschen verstärkt worden, die mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllt waren, um die Wirkung der Explosion zu erhöhen, erklärte der Geheimdienst. Dem Festgenommenen wird ein vollendeter Versuch eines Terroranschlags vorgeworfen. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft sowie die Einziehung seines Vermögens.
17:29 Uhr
LVR: Drei Verletzte bei Drohnenangriff auf Bus in Sewerodonezk
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf einen Stadtbus in Sewerodonezk sind am Montagmorgen drei Menschen schwer verletzt worden. Dies teilte das LVR-Oberhaupt Leonid Passetschnik auf der Plattform Max mit:
"Zum Zeitpunkt des Einschlags befanden sich etwa zehn Menschen an Bord. Drei Menschen erlitten schwere Verletzungen: ein älteres Ehepaar und eine 65-jährige Frau."
Innerhalb von 24 Stunden seien insgesamt neun Gemeinden der Republik unter Beschuss geraten. Dabei wurden Fahrzeuge, Wohnhäuser sowie Energieanlagen und Einrichtungen der zivilen und kommerziellen Infrastruktur beschädigt. Die zuständigen Dienste und örtlichen Behörden sind mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt.
17:07 Uhr
Rücksichtslose Kallas: Eine verbitterte Diplomatin treibt die EU auf Kriegskurs gegen Russland

Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Kaja Kallas.Urheberrechtlich geschützt Viele Europäer fragen sich, warum Brüssel weiterhin der Eskalation den Vorzug vor Diplomatie und den alltäglichen Bedürfnissen der Menschen gibt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas denkt jedenfalls nicht daran, ihre konfrontative Haltung gegenüber Russland aufzugeben.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.16:54 Uhr
Selenskij: USA sollten "Dieselabkommen" mit Ukraine schließen
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij ist der Ansicht, dass die USA ein "Dieselabkommen" mit der Ukraine schließen sollten. Schließlich entscheide Kiew darüber, welche russischen Raffinerien in Betrieb seien und welche Schiffe mit russischem Öl auf See fahren könnten.
Dies sagte Selenskij am Montag auf dem Warschauer Sicherheitsforum, als er Fragen beantwortete, berichtet Jewropeiskaja Prawda.
Selenskij äußerte Zweifel daran, dass die von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffene Vereinbarung über russische Diesellieferungen Auswirkungen auf den Weltmarkt haben werde. Das vereinbarte Volumen sei seiner Ansicht nach gering.
"Wenn jemand anders denkt, soll er eben so denken. Ich glaube, dass hinter dieser Entscheidung andere Motive stehen. Wenn dem so ist, warum schließt Amerika dann kein Abkommen mit der Ukraine über die Lieferung von Dieselkraftstoff? Wir beeinflussen, ob diese Schiffe fahren. Wir bestimmen, ob die Raffinerien in Betrieb sind. Lassen Sie uns das tun."
Zudem kam er auf die Frage einer Energie-Waffenruhe zurück und betonte, dass für die Ukraine eine unterbrechungsfreie Stromversorgung von entscheidender Bedeutung sei.
"Wenn sie den Schutz unseres Energienetzes garantieren können, werden wir ihre Diesel-Infrastruktur nicht antasten. Für uns bedeutet die Stromversorgung vor allem Hilfe für die Menschen. Sie ist aber auch eine Hilfe für Europa, denn jeder weiß, dass unser Netz mit dem europäischen Verbund verbunden ist. Wenn unsere Energieinfrastruktur nicht angegriffen wird, können wir anderen Ländern helfen."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

